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Carl Orff wurde am 10.Juli 1895 in München geboren. Obgleich er ab etwa 1913 an der Akademie für Tonkunst studierte, war er doch eigentlich Autodidakt, wurden seine ersten Kompositionen doch bereits zu einer Zeit gedruckt, als er noch keine Stunde Harmonielehre-Unterricht erhalten hatte.
Seine ersten Kompositionen waren Liedvertonungen (op.12, 13, 15, 17/2 und 18/1). Mit dem Orchesterspiel "Tanzende Faune" (op.21) endet seine Jugendschaffensperiode und er beginnt sich, dem Theater zuzuwenden (Darmstadt, Mannheim). Es entstanden zahlreiche Opernskizzen, in denen seine Verehrung für Strauss und Pfitzner spürbar wird. Ab 1919 widmet er sich, nun wieder in München, der kreativen Arbeit sowie dem Unterrichten, wobei der 2 Jahre jüngere Karl Marx sein Freund und einer seiner ersten bekannten Schüler wurde.
Seit 1921 widmete er sich sehr stark den alten Meistern (Lassus, Monteverdi) und verfolgt zeitgleich mit größtem Interesse die Neuerungen der Tanzbewegung (Sacharoff, Laban, Wigman), was wenige Jahre später (1924) zur Gründung der "Güntherschule" (Dorothee Günther) führt, in welcher die neuen Bewegungsdisziplinen zusammenlaufen.
Etwa 1930 entstand die Konzeption des "Schulwerkes". In Zusammenarbeit mit namhaften Instrumentenbauern wurde das neue Schlagwerkinstrumentarium entwickelt und mit Gunhild Keetman fand Orff eine geniale Mitstreiterin. Das ist zugleich die Zeit, aus der die "Catulli Carmina" rührt.
1937 erscheint sein heute wohl bekanntestes Werk, die "Carmina Burana", worüber sich Orff seinem Verleger gegenüber sehr prägnant äußerte: "Alles, was ich bisher geschrieben und Sie leider gedruckt haben, können Sie nun einstampfen! Mit `Carmina Burana´ beginnen meine `gesammelten Werke´!" (ORFF, A.Liess, 1980)
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